7-Segment Uhr

Wie so häufig durchstöberte ich das Internet nach interessanten DIY Projekten bis ich schließlich an der 7-Segment Uhr von Leon van den Beukel hängen geblieben bin. Ich schaute mir sein Video dazu an und war gleich Feuer und Flamme.

Daraufhin habe ich kurz nachgeschaut was für Material benötigt wird.

Weißes & Schwarzes PLA Filament, einen Arduino Nano, ein RTC (Real Time Clock) Modul, ein Bluetooth Modul, ein DHT11 und ein 1m Neopixel WS2812B LED Streifen. Ein paar Kabel, Lötzinn, Lötkolben etc.

Sofort begann ich die ersten Teile zu drucken und während der erste Druck lief, bestellte ich bei meinem Lieblingstürken in China die benötigten Teile. (Unter 7€)

Natürlich gibt’s auch was aus der Kategorie „Pleiten, Pech und Pannen“, was aber letztenendes darauf zurück zu führen war das durch die unregelmäßige Filamenstärke mir des öfteren den Extruder verstopfte oder der gar leer lief.

Das kommt davon wenn man Filament von einem regionalen Anbieter nimmt (Ich wohne übrigens in OWL).

Tage und Wochen vergingen bis die ersten Teile aus Fernost bei mir eintrafen. Als ich dann alles beisammen hatte (also die Teile!!! Ich selber werde sie nie alle besammen haben 🤪), begann ich mit dem testen der einzelnen Komponenten und zum Schluss dann mit der eigentlichen Schaltung.

In der Beschreibung vom Leon steht allerdings 1m LED mit 30 LED’s, dies führt allerdings dazu das die LED Segmente für die Vertikalen Segmente zu lang sind und man diese dann kürzen und die Kontakte freilegen muss. Was eine scheiß Arbeit ist. Falls ihr das nachbauen möchtet dann nehmt die mit 60 LED’s pro Meter. Diese verwendet Leon letztendlich auch in seinem Video.

Das schlimmste war ja wohl die Verdrahtung der einzelnen LED’s miteinander. 30 LED’s an der Zahl.

Nachdem dann alle weißen Teile gedruckt waren machte ich 3 Kreuze am Kalender weil ich diese beschi… Filament endlich bei Seite legen konnte.

Nun war Schwarz an der Reihe. Einen kompletten Tag und ne Schüssel voll mit Nerven hat mich dieses Filament gekostet und es half nix. Egal welche Einstellung ich auch probierte, nix klappte. Ständig löste sich der erste Layer wieder vom Glas. Stinksauer und völlig entnervt, ließ ich alles stehn und liegen.

Ne gute Woche später kam mir eine Idee. Das gute alte Malerkrepp. Meine Frau gab mir dann die breiteste Rolle Kreppband die wir hatten und ich pappte 3 Streifen nebeneinander, dies sollte ausreichen.

Und siehe da, der Scheißdreck hielt und dann kam auch die Erkenntnis das sich das Filament recht gut drucken ließ.

Nun began der Aufbau und der erste Testlauf der Verdrahtung.

Alles hat auf Anhieb geklappt. (Laaaangweilig)

Nächster Schritt war dann die Schaltung mit der Uhr zu verbinden. Schließlich soll sie ja die Uhrzeit anzeigen. Und um 19:34 bei 22°C und 35% Luftfeuchtigkeit war es dann soweit.

TADAAAAAA

Die Uhr funktioniert. Der Wahnsinn. Aber sie ist noch lange nicht fertig. Ein paar Teile mussten noch gedruckt werden.

Nun musste ich noch die Schaltung vom Breadboard auf eine Platine bekommen. Ich entschied mich dafür die Komponenten steckbar zu machen und das ist nun das Resultat daraus.

Nicht schön aber selten.

Hier nun das ganze Kunstwerk

Jetzt werde ich noch ein schickes Gehäuse entwerfen und drucken und dann die Uhr endlich an die Wand hängen.

Wer diese Uhr nachbauen möchte, der schaut sich doch bitte folgendes Video an:

Dort gibt es einen Link zum Github Repository von Leon van den Beukel, wo ihr alle Dateien und Infos findet, die ihr braucht. Haltet euch auch daran was in welcher Farbe gedruckt werden soll.

Bis die Tage

Euer Michael von Hobby-Blogger.de

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